Schweinegrippe – die Macht der Panik

4. November 2009 – 13:04 Uhr - Medizin & Gesundheit

Schweinegrippe-Nov

Dass es nun täglich, in der Saison wo es ohnehin aus langjährigen Erfahrungen die meisten Grippe/Influenza-Infizierten gibt, richtig Anlauf auf die Schweinegrippe-Werbekampagne genommen wird, kann sich jeder Zweitklässler an drei Fingern abzählen. Doch nicht nur in diesem Jahr, das Jahr der Schweinegrippe gibt es diese Grippewelle, eine Grippewelle die jedes Jahr auftritt. Gibt es in diesem Jahr wirklich soviele Leute die an der sogenannten Schweinegrippe erkrankt sind oder sind die Zahlen normal, in Hinsicht auf die Quoten vorangegangener Grippewellen in Deutschland? Dazu wollen wir einfach mal ein Jahr bzw. eine Grippesaison anhand der Zahlen begutachten, die weit vor der aktuellen Schweinegrippehysterie stammen.

In der Grippesaison des Jahres 2002/2003 zum Beispiel, hat das Robert-Koch Institut in Deutschland 5. Millionen Influenza erkrankte Personen in Deutschland festgestellt, aus diese resultierten 16.000 – 20.000 Todesfälle, welche auf die Influenza der damaligen Grippesaison zurückzuführen waren. Damit ist die Zahl aus diesem Jahr 2002/2003 (Winterhalbjahr) weitaus höher, als die der Verkehrstoten. Wie man also anhand nur dieses einen Beispiels sieht, sind die Zahlen der Influenza erkrankten Personen in den Winterhalbjahren extrem hoch, was man auch an jährlichen anderen Influenza-Jahren deutlich sehen kann, wieso sollte es bei dem aktuell vorherrschenden Schmuddelwetter also anders sein? Doch die Schweinegrippe lässt sich nun mal anhand der nicht ungefährlichen Impfstoffe deutlich besser “verkaufen” als würde dies im Hochsommer geschehen.