Die Schufa-Daten sind in den meisten Fällen falsch
20. August 2009 – 06:23 Uhr - Geld & Finanzen
Im Ernstfall können jene Versehen dazu führen, dass Verbrauchern Kredite, Mietverträge und Ratenzahlungen verweigert werden. Frank-Christian Pauli vom Bundesvereinigung der Verbraucherzentralen in Berlin kennt diese Probleme. Dutzende seiner Kollegen hätten über die vergangenen Jahre probeweise Zugang in ihre Einträge bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung genommen. “Die Angaben waren beinahe fortlaufend lückenhaft oder falsch”, so Pauli. Die Stelleen vermuten durch verschiedener persönlicher Angaben die Liquidität der Kunden ein.
Das sogenannte Scoring-Verfahren ergibt am Schluss einen Punktwert. Je höher der Wert, umso kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass promand seine Bilanz nicht entrichten kann. Um die Bonität eines Kunden zu ermitteln, besorgen viele Firmen vor dem Inkraftreten etwa von Handyverträgen oder Verkäufen per Ratenzahlungen bei den Auskunfteien Unterlagen ein. Aigner nannte es „unhaltbar“, dass bis zu Fünfundvierzig Prozent der gespeicherten Angaben bei einzelnen Auskunfteien nicht fehlerfrei seien. Ihr Ministerium habe Einhundert Personen darauf testen lassen, welche Angaben von ihnen hinterlegt seien. Teilweise seien die Angaben fehlerhaft oder überholt gewesen, teils habe die Auskunftei nur über die Angaben verfügt, die die Versuchsperson selber preisgegeben habe.

