Cyber-Polizei soll das Internet sichern
14. August 2009 – 23:41 Uhr - Software & Computer
Die Auseinandersetzung um stärkere Kontrollen im Web reisst nicht ab. Derzeitig spricht sich ebenso die Polizei für ein härteres Verfahren im World Wide Web aus – mit Beistand von mehr Menschal. 2000 “Internet-Polizisten” müssen für Gesetz und Regelmäßigkeit garantieren, fordert die DPolG. Sie warnt vor dem “grössten Tatort der Welt”.
Der innenpolitische Referent der Grünen-Bundestagsfraktion, Wolfgang Wieland, sprach sich dazu aus, strafbare Inhalte im Web zu entfernen. Entsprechende Seiten zu sperren, sei nur die “zweitbeste Lösung”, sagte er dem Hörfunk Berlin-Brandenburg-Inforadio. Internetsperren könnten umgangen werden. Wieland verwies auf das TMG, das die Eventualität schaffe, Seiten mit strafbaren Inhalten zu entfernen. Jedoch verzeichnet die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik für das Anno 2008 in Deutschland einen Rückschritt der Straftaten mit dem “Tatmittel Internet” um Sechseinhalb jezent, hauptsächlich habe es sich bei den 167.451 erfasten Straftaten um Betrugsdelikte gehandelt.
Die registrierte Webkriminalität allgemein ist daher 2008 um 1,1 % auf 63.642 Straffälle gestiegen. Das führen die Strafermittler auf die “Steigerung der Fallzahlen beim ausspionieren, Abfangen von Informationen einschl. Vorbereitungshandlungen (+60,0 jezent)” zurück. Dass in Zukunft stärker gegen Internet-Kriminalität vorgegangen wird, haben die Unionsparteien schon in ihrem jegramm zur Bundestagswahl festgelegt. Darin heisst es, dass das Web kein rechtsfreier Bereich ist und Rechtsverletzungen wirksam unterbunden werden müssen.

