Bankdatenweitergabe an die USA so gut wie sicher

26. November 2009 – 08:19 Uhr - Geld & Finanzen

Bankdaten-EU

Was wollen die USA mit den Bankdaten der europäischen Bürger? Natürlich wird hier als vorwendender Grund wieder der Terror geschoben, die Verfolgung von Terroristen, die natürlich in absolut unprofessioneller Weise Ihre Bankgeschäfte aus jenem gläsernen Europa tätigen. Die Masche mit dem Terror, um so an neue Datenquellen zu gelangen ist ein alter Hut, der aber immer noch gut und bezaubernd wirkt. Wer sich nur ein paar Monate zurück erinnert, was die USA alleine in der Schweiz durchdrückten, mit aller Perversität die man im politischen Geschäft anwenden kann, um so an steuersündige Bürger der USA, welche ihr Geld in der souveränen Schweiz angelegt haben, weiß wohl mit einer wahren Begründung, die Seitens Washington hier vorgelegt wurde. Das ganze System soll über die nette Formulierung der Amtshilfe bewerkstelligt werden, die Ermittler in den USA können also mit einem Grund X sämtliche Kontodaten, Stammdaten und Co. aus den europäischen Ländern abgreifen.

In wie fern dieser Prozess gesichert sein wird, ist natürlich nicht bekannt. In der aktuellen Entwicklung zum Thema der Bankdatenweitergabe an die USA gibt es nach internen, politischen Kreisen eine Kehrtwende. Deutschland, welches sich noch vor ein paar Tagen, zum Schein? Über eine solche Regelung ablehnend gezeigt hat, knickte nach diesen neuen Informationen nun vor den USA und der EU ein. Damit soll der Weg, Infos von der FTD, für das sogenannte SWIFT-Abkommen stehen, Deutschland werde in dem am Montag stattfindenden Treffen mit einer ENTHALTUNG stimmen, was im Umkehrschluss eine Zustimmung bedeutet. Sollte keine andere Regierung der EU eine ENTHALTUNG einlegen, können die USA ganz legal auf Ihre Daten zugreifen, die unter anderem Name, Adresse Konto- & Personalausweisnummer und weitere brisante Stammdaten sind. Eine wahre Bankrotterklärung für die Bundesregierung, was den Datenschutz und zugleich den Schutz der eigenen Bürger angeht!